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1. Männer - Köstritzer Pokal

SG SV Borsch 1925 vs. SV Blau-Weiß Büßleben 04
1 : 3

Blau-Weiß gelingt Historisches - 1. Männer nach 3:1 Erfolg in Borsch im Halbfinale des Thüringenpokals

Von Andreas Kiermeier, Bilder Gunter Appel

Es ist unglaublich aber wahr! – Der SV Blau-Weiß Büßleben 04 e.V. steht im Halbfinale des Thüringenpokals! Gemeinsam mit fast 100 Büßlebener Fans, die u.a. im Fanbus das Team in die Rhön begleitet hatten, wurde nach dem Schlusspfiff der grandiose Sieg lautstark gefeiert. Durch eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung wurde das Team vom SG SV Borsch 1925 mit 3:1 bezwungen.



Lediglich in den ersten Minuten war der jungen Mannschaft die Nervosität deutlich anzumerken. Es dauerte 10 Minuten, bis das Team von Mario Wisocki durch ein Zusammenspiel von Kiermeier und Tschirschky erstmals in die Nähe des gegnerischen Tores kam. Auch der Gastgeber tat sich schwer. Erst nach einer Viertelstunde bekam unser Torwart nach einem gefahrlosen Fernschuss den Ball richtig in die Hände. Riesen Pech dann nach 17 Minuten für Sven Wessel. Ohne gegnerische Einwirkung verdrehte er sich auf dem rutschigen und unebenen Platz im Laufduell das bereits durch einen Kreuzbandriss geschundene Knie. Wessel wurde längere Zeit behandelt und musste letztendlich das Spielfeld verlassen. Die erste Diagnose lässt hinsichtlich des Kreuzbandes Schlimmes befürchten. Von dieser Stelle alles Gute und baldige Genesung! Paul Westhaus kam wenig später in die Partie. Doch zunächst standen für Büßleben nur 10 Spieler auf dem Platz. Die Mannschaft musste sich noch mehr auf das Kontern beschränken - und wie! Tschirschky eroberte in der 20. Minute im Mittelfeld den Ball und spielte einen genialen Pass über 20 m in die Nahtstelle von Borsch. Kreische gewann das Laufduell, sprintete über links allein auf den Torwart zu und versenkte das Leder überlegt in die Lange Ecke zum Führungstreffer. Das war ein Super-Tor! 



Es schloss sich ein ca. 150m langer Jubellauf zu den fahnenschwenkenden C2-Junioren an, die der Torschütze nämlich noch als Übungsleiter in der Freizeit betreut. Fast eine Kopie des 1:0 gab es in der 35. Minute zur Freude unseres Anhangs zu bestaunen, diesmal allerdings in umgekehrter Formation. Kreische steckt über links auf Tschirschky durch, der im Sprint nicht zu halten ist und mit dem eigentlich schwächeren linken Fuß unhaltbar ins lange Eck vollendet. Was war denn hier los? Zwei großartig gespielte Angriffe und es steht zum Entsetzen der einheimischen Zuschauer 0:2. Doch leider erlebte unser Team samt Anhang in der 35. Minute die nächste Schrecksekunde. Unser Kapitän Peter Dimitrovici ging bereits durch eine im letzten Punktspiel erlittene Knieverletzung gehandicapt ins Spiel. Auch er kam auf dem Platz ohne gegnerische Einwirkung ins Straucheln und blieb verletzungsbedingt 20 m vor unserem Tor liegen. Das Spiel lief in dieser Zeit weiter. Ein von Apitius noch glänzend Richtung Eckfahne abgewehrten Ball wurde von der Heimmannschaft aufgenommen und zurückgelegt. Von der Strafraumgrenze aus, Dimitrovici konnte ja nicht eingreifen, erzielte Wiegand mit einem für unseren Keeper letztendlich unhaltbaren Schlenzer den Anschlusstreffer. Nun bekam Borsch Oberwasser. Unsere Mannschaft nahm jedoch mit Glück und Geschick die Führung mit in die Halbzeitpause.



Der erst 17 jährige Tom Göbel, der erst am Vorabend von Trainer Mario Wisocki in den Kader berufen wurde, kam für unseren Kapitän nach der Pause in die Partie. Thomas Richter übernahm die Binde. Wie nicht anders zu erwarten, drückte der Tabellendritte der Landesklasse Staffel 3 nun auf den schnellen Ausgleich. Die Mannschaft stand sehr hoch und setzte unser Team durch aggressives Pressing gehörig unter Druck. Chancen blieben jedoch Mangelware. Blau-Weiß Büßleben ließ mit aufwendigem Laufspiel und starkem Kampfgeist kaum etwas zu. Wir lauerten auf Konter, so auch in der 62. Spielminute. Einen wunderbaren Diagonalpass von Hempel auf Kiermeier nahm dieser auf Höhe der rechten Strafraumgrenze auf. Die folgende Eingabe wurde von Borsch zu kurz abgewehrt. Jetzt kam der große Moment unseres Youngsters. Göbel überlegte nicht lange, seine Direktabnahme senkte sich zur seiner und zur Überraschung des gegnerischen Torwarts als Bogenlampe in die Maschen. Eine, auch für Göbel unfassbare Situation. Der Jubel der Mitspieler über das 3:1 war grenzenlos.


Der Gastgeber steckte noch nicht auf. Einen leicht abgefälschten Schuss kann Apititus knapp, aber eindeutig vor der Linie abfangen. In der 75. Minute hatte Borsch dann die große Möglichkeit, nach Foul im Strafraum und fälligem Elfmeter auf 2:3 zu verkürzen. Die Anspannung war grenzenlos! Doch unser an diesem Tag große Ruhe und Souveränität ausstrahlende Kepper Apitius ahnte die Ecke. Den scharf und nicht unplatziert geschossenen Strafstoß parierte er grandios. Auch den Nachschuss brachte Borsch nicht im Kasten unter. Bis auf einen Konter über den starken und unermüdlichen Kreische, der das Abseits wunderbar aushebelte, am Ende jedoch scheiterte sowie Tschirschky nach Eingabe von Göbel kam unser Team nicht mehr gefährlich vor das gegnerische Tor. In der 80. Minute kam Michael Bothe für Paul Westhaus zur Absicherung in die Partie. Auch in der über 4 Minuten andauernden Nachspielzeit änderte sich an dem Ergebnis nichts mehr.



Nach großem Kampf und starkem Konterspiel verließ das Team des SV Blau-Weiß Büßleben als Sieger den Platz. Der Rest war grenzenlose Freude und ausgelassener Jubel! Mannschaft und der sagenhafte Anhang traten glücklich und ausgelassen die über 140km lange Heimfahrt an. Und was kommt jetzt? Nordhausen, Bad Langensalza oder doch Jena? Egal, in jedem Fall hat unser Verein ein Heimspiel und das Träumen geht weiter!




























Alle Ergebnisse der Viertelfinalrunde


Spielstätte

Zum Jägerstein 18
99098 Erfurt-Büßleben
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